Spezialisierte Schutzunterkunft · Berlin

Schutz beginnt mit einer eigenen Tür.

Garden Berlin schafft kleinteilige, wohnungsähnliche Schutzräume für Menschen, die in großen Gemeinschaftsunterkünften am stärksten gefährdet sind — gewaltbetroffene Frauen, LGBTIQ+ Personen, Alleinerziehende und geflüchtete Familien.

Warum Garden Berlin

Ein Dach schützt erst, wenn der Mensch darunter gesehen wird.

Tausende Menschen in Berlin haben ein Bett in einer Notunterkunft — und trotzdem keinen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen. Wer bedroht wird, wer wegen der eigenen Identität angefeindet wird, wer geflohen ist oder ein Kind allein durch den Tag bringt, braucht mehr als vier Wände und einen geteilten Flur.

Eine Tür, die sich abschließen lässt. Einen Raum, der ihnen allein gehört. Menschen, die ihren Namen kennen. In großen Sammelunterkünften verschwindet genau das — und für besonders schutzbedürftige Menschen wird die Unterkunft dann selbst zur Gefahr.

Deshalb gilt für uns: Die Verletzlichsten gehören nicht in die größten Häuser, sondern in die geschütztesten.

Berlin braucht keine weiteren Massenunterkünfte. Berlin braucht spezialisierte, kleinteilige Schutzräume für die verletzlichsten Menschen.
Für wen

Menschen, die in der Masse am meisten verlieren.

Das Angebot richtet sich an besonders schutzbedürftige Gruppen im Sinne der EU-Aufnahmerichtlinie — Menschen, für die eine Sammelunterkunft kein Schutz ist, sondern ein Risiko. Jede der sechs Wohnzonen wird einheitlich belegt. So können Gruppen mit unterschiedlichem Schutzbedarf im selben Haus leben, ohne sich einen Flur zu teilen. Frauen und Kinder wohnen niemals in derselben Zone wie fremde Männer. Die Zuordnung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Sozialamt.

01 Von Gewalt betroffene Frauen

Für die akute Krisensituation ebenso wie für die lange Phase der Stabilisierung danach — abgeschlossen, diskret, ohne Durchgangsverkehr, vernetzt mit spezialisierten Fachberatungsstellen.

02 LGBTIQ+ Personen

In gemischten Sammelunterkünften einem hohen Risiko von Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt — viele meiden sie ganz und schlafen lieber auf der Straße. Die getrennten Zonen erlauben ein ausdrücklich queersensibles Umfeld ohne Zwangsouting-Risiko und ohne Konflikt mit anderen Schutzbedarfen.

03 Frauen in akuter Gefährdungslage

Etwa durch Stalking, Bedrohung im familiären oder sozialen Umfeld oder Zwangskontexte. Sie brauchen ein geschütztes, überschaubares Wohnumfeld mit diskretem Sicherheitskonzept, in dem sie zur Ruhe kommen können.

04 Alleinerziehende und Familien mit Kindern

Eine der am stärksten wachsenden Gruppen der Berliner Wohnungslosenhilfe. Sie brauchen sicheren Wohnraum ohne Kontakt zu potenziellen Tätern und eine ruhige Umgebung für Schule und Alltag der Kinder.

05 Geflüchtete Frauen mit besonderem Schutzbedarf

Neben den Belastungen von Flucht und Migration in Sammelunterkünften überproportional gefährdet. Abgeschlossene Einheiten, sprach- und kultursensible Begleitung, Anbindung an Kita, Schule und Gesundheitsversorgung.

Das Schutzkonzept

Baulich gesichert, organisatorisch getragen.

Zwei Etagen, sechs getrennte Wohnzonen, drei Türen bis zum eigenen Raum. Bauliche Sicherheit und organisatorische Maßnahmen greifen ineinander — ausgerichtet auf die konkreten Risiken vulnerabler Gruppen.

01

Baulich

  • Dreistufiger Zutritt: Hauseingang, Wohnzone, eigene Wohnungstür
  • Videosprechanlage an jeder der sechs Zonentüren
  • Kameraüberwachung im Außenbereich
  • Abschließbare Individualeinheiten
  • Kein offener Durchgang für Unbefugte
  • Brandschutz nach Berliner Bauvorschriften
  • Zugang für Ex-Partner konsequent ausgeschlossen
02

Organisatorisch

  • Sensible Belegung, Konflikte werden vorab geprüft
  • Sechs separat gesicherte Wohnzonen, Belegung nach Schutzbedarf
  • Persönliche Präsenz zu Kernzeiten
  • 24/7-Rufbereitschaft für Notfälle
  • Regelmäßige Hausbegehungen
  • Klare, mehrsprachige Hausordnung
  • Abgestuftes Reaktionssystem bei Verstößen
Das Konzept

Kleinteilig statt Masse.

17 abgeschlossene Apartments und ein gemeinsamer Aufenthaltsraum statt Sammelbelegung, verteilt auf zwei Etagen und sechs separat gesicherte Zonen. Privatsphäre ist kein Luxus, sondern die Grundlage jeder Stabilisierung.

Eigener Raum

Vollwertige Apartments

Eigenes Bad, eigene Küche. Niemand teilt Sanitärraum oder Küche mit Fremden.

Privatsphäre & Begegnung

Rückzug und ein Ort zum Ankommen

Jedes Apartment ist abschließbar und liegt in einer von sechs getrennten Wohnzonen, jede mit eigener gesicherter Zugangstür.

Modular

Flexibel nach Bedarf

Von der Einzeleinheit bis zur Familienwohnung. Die Belegung folgt dem tatsächlichen Bedarf, abgestimmt mit dem Sozialamt.

Drei Stufen bis zur eigenen Tür

01HauseingangGesicherter Zugang. Unbefugte kommen nicht ins Haus.
02Zugang zur WohnzoneJede der sechs Zonen hat eine eigene gesicherte Tür mit Videosprechanlage. Wer davorsteht, wird gesehen, bevor geöffnet wird.
03Eigene WohnungstürAbschließbar, mit eigenem Schlüssel. Kein Zutritt durch Mitbewohnende.

Zwei Etagen, sechs Zonen

Jede Etage ist über drei eigene Zugangstüren erschlossen. Dahinter liegen drei voneinander getrennte Wohnzonen — über beide Etagen also sechs separat gesicherte Bereiche, jeder mit eigener Tür und eigener Videosprechanlage.

6Apartments je EtageDer Hauptbereich mit den kompakten Einheiten. Für Alleinstehende, kleine Haushalte und Alleinerziehende mit einem Kind.
2Apartments je EtageDie beiden größten Einheiten liegen zusammen in einer eigenen Zone — der Familienbereich, mit Platz für bis zu drei Personen.
1Apartment je EtageEine Einheit vollständig für sich, mit eigener Zugangstür. Die höchste Schutzstufe im Haus.

Damit lässt sich der Schutzbedarf fein abstufen. Wer besonders gefährdet ist, teilt sich keinen Flur mit anderen. Familien wohnen für sich, ohne dass ihr Alltag jemanden stört, der Ruhe braucht. Die konkrete Zuordnung wird in Abstimmung mit dem Sozialamt festgelegt.

Eigenes Bad · WC, Waschbecken, Dusche Eigene Küche · Kochplatte & Kühlschrank Vollmöbliert & bezugsfertig Abschließbar · eigener Schlüssel Kostenfreies WLAN Über Mindeststandard der Senatsverwaltung
Berlin, seit dem 16. April 2026

Berlin vereinheitlicht seine Standards. Wir haben schon danach gebaut.

Das Gesetz zur Gesamtstädtischen Steuerung der Unterbringung beendet einen jahrelang hingenommenen Zustand: tausende Plätze ohne einheitliche Qualitätsstandards. Künftig werden Unterkünfte vertraglich gebunden, kontrolliert und nach einheitlichen Kriterien belegt.

26. März 2026
Das Abgeordnetenhaus beschließt das GStU-Umsetzungsgesetz.
16. April 2026
Das Gesetz tritt in Kraft.
29. April 2026
Aus dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten wird das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und Unterbringung.
bis Ende 2026
Die bislang vertragsfreien ASOG-Unterkünfte sollen vollständig erfasst sein.
Die Zeit unseriöser Anbieter von Unterkünften ist jetzt vorbei.
Cansel KiziltepeSenatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung — zum Inkrafttreten des GStU-Umsetzungsgesetzes, 29. April 2026

Woran wir anknüpfen

  • Eigenes Bad und eigene Küchenzeile in jeder Einheit — über dem Mindeststandard der Senatsverwaltung
  • Besonders schutzbedürftige Gruppen sind unsere einzige Zielgruppe, keine Nebenkategorie im allgemeinen Betrieb
  • Wir laden Kontrolle ein: offenes Betreiberkonzept, offengelegte Kalkulation, jederzeit Besichtigung
  • Eine unabhängige Beschwerdestelle für unsere Bewohnerinnen liegt in unserem eigenen Interesse
  • Ein Verhältnis von Leistung und Preis, das dieser Reform standhält

Wir behaupten nicht, die Besten zu sein. Wir wollen Maßstäbe setzen.

Berlin hat sich entschieden, die Qualität der Unterbringung nicht länger dem Zufall zu überlassen. Das Land sichert die Rahmenbedingungen — die Träger bringen ihre Konzepte ein. Diese Aufgabenteilung nehmen wir ernst.

Wir wollen zeigen, wie hoch die Latte liegen kann. Und dass auch ein kleiner Träger sie erreicht.

Quellen: Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Pressemitteilungen vom 16.09.2025, 20.02.2026 und 29.04.2026; Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin vom 15.04.2026. Die zitierten Aussagen beziehen sich auf die Reform des Berliner Unterbringungssystems, nicht auf Garden Berlin. Eine vertragliche Bindung nach GStU besteht für unsere Einrichtung derzeit nicht.

Zwei Situationen, ein Bedarf

Schutz endet nicht, wenn die akute Gefahr vorbei ist.

Gerade bei gewaltbetroffenen Frauen unterscheiden wir bewusst zwei Situationen — beide brauchen einen geschützten Ort, aber auf unterschiedliche Weise.

In akuter Gefährdung

Wenn jede Stunde zählt

Sie verlässt gerade eine Gewaltbeziehung oder hat eben ein Frauenhaus verlassen. Sie braucht sofort einen sicheren, möglichst anonymen Ort.

Nach der Krise

Wenn Stabilität wachsen muss

Die Gefahr ist überstanden, die Folgen bleiben. Der Weg zurück ins eigene Leben braucht Zeit und Ruhe — eine anonyme Sammelunterkunft würde alles Erreichte gefährden.

Beide brauchen dasselbe: einen Ort, der Schutz nicht nur baut, sondern lebt.

Die Apartments

Jedes ein eigenes Zuhause auf Zeit.

Zwei Etagen mit je neun Einheiten — 17 Apartments und ein Aufenthaltsraum. Jedes mit eigenem Bad, eigener Küchenzeile und eigenem Schlüssel, vollmöbliert. Drehen Sie den Grundriss oder wechseln Sie die Etage.

Wohnbereich & Küche
Badezimmer
Flur & Treppenhaus
Abschließbare Wohnungstür
Ziehen zum Drehen · Strg + Mausrad zum Zoomen
Grundriss wird aufgebaut …
Beide Etagen im interaktiven Grundriss — neun Einheiten je Geschoss, jede mit eigenem Bad und eigener Küchenzeile. Auf der zweiten Etage dient eine Einheit als gemeinsamer Aufenthaltsraum. Schematische Darstellung nach Vorentwurfsplanung.
Grundriss WHG 1 — 3D-Visualisierung
WHG 114,18 m²

Alleinstehende & LGBTIQ+ Personen

2 Personen
  • Doppelbett 140–160 cm
  • Küchenzeile 150 cm
  • Bartheke 100×40 cm
  • Eigenes Bad 2,88 m²
  • Dusche 80×80
Grundriss WHG 2 — 3D-Visualisierung
WHG 218,02 m²

Alleinerziehende mit Kind

2 Personen
  • 2 Betten 90×200
  • Küchenzeile 150 cm
  • Esstisch
  • Eigenes Bad 2,49 m²
  • Kleiderschrank 200 cm
Grundriss WHG 3 — 3D-Visualisierung
WHG 316,87 m²

Alleinerziehende mit Kind

2 Personen
  • 2 Betten 90×200
  • Küchenzeile 150 cm
  • Esstisch
  • Eigenes Bad 3,17 m²
  • Kleiderschrank 200 cm
Grundriss WHG 4 — 3D-Visualisierung
WHG 49,46 m²

Kompakte Einzeleinheit

1 Person · auf Etage 2 der Aufenthaltsraum
  • 1 Bett 90×200
  • Küchenzeile 150 cm
  • Esstisch 60×60
  • Eigenes Bad 2,49 m²
  • Dusche 80×80
Grundriss WHG 5 — 3D-Visualisierung
WHG 516,70 m²

Mutter & Kind

2 Personen
  • 2 Betten 90×200
  • Küchenzeile 150 cm
  • Esstisch
  • Eigenes Bad 2,53 m²
  • Kleiderschrank 200 cm
Grundriss WHG 6 — 3D-Visualisierung
WHG 617,66 m²

Mutter & Kind

2 Personen
  • 2 Betten 90×200
  • Küchenzeile 150 cm
  • Esstisch
  • Eigenes Bad 2,79 m²
  • Kleiderschrank 200 cm
Grundriss WHG 7 — 3D-Visualisierung
WHG 724,14 m²

Familie oder Mutter mit zwei Kindern

3 Personen
  • Betten 140×200 + 90×200
  • Küchenzeile 150 cm
  • Esstisch 80×80
  • Eigenes Bad 3,29 m²
  • Schrank 300–350 cm
Grundriss WHG 8 — 3D-Visualisierung
WHG 811,64 m²

Alleinstehende Frauen mit Gefährdungslage

1 Person
  • 1 Bett 90×200
  • Küchenzeile 150 cm
  • Bartheke 100×40 cm
  • Eigenes Bad 4,54 m²
  • Dusche 80×100
Grundriss WHG 9 — 3D-Visualisierung
WHG 911,67 m²

Alleinstehende & LGBTIQ+ Personen

1 Person
  • 1 Bett 90×200
  • Küchenzeile 150 cm
  • Bartheke 100×40 cm
  • Eigenes Bad 4,04 m²
  • Dusche 80×100

3D-Visualisierungen und Maßangaben gemäß Vorentwurfsplanung. Die zweite Etage ist baugleich ausgeführt. Änderungen vorbehalten.

Ein gemeinsamer Aufenthaltsraum

Neben den privaten Apartments gibt es einen gemeinsamen Aufenthaltsraum — ein Ort für freiwillige Begegnung: für einen Kaffee, spielende Kinder, Gruppenangebote oder das Gespräch mit einer Ansprechperson. Nähe entsteht hier, wo sie gewünscht ist, ohne die Privatsphäre des eigenen Rückzugsorts aufzugeben.

Die Gestaltung

Light & Timeless

Würde entsteht auch über Material und Licht. Unser Interior-Konzept setzt auf eine warme Farbwelt aus Beige-, Sand- und Off-White-Tönen, natürliche Holzelemente und weiche Texturen — klar und reduziert, aber wohnlich. Bewusst zeitlos und pflegeleicht gewählt, damit die Räume über Jahre schön bleiben.

Ruhe als Grundausstattung
Schlafbereich

Ruhe als Grundausstattung

Bett, Schrank und Ablage in klarer Anordnung — jede Einheit wird vollmöbliert übergeben.

Eigene Küchenzeile
Küche

Eigene Küchenzeile

150 cm Küchenzeile mit Naturstein-Laminat als Arbeitsplatte — keine Gemeinschaftsküche.

Ein Tisch für den Alltag
Essbereich

Ein Tisch für den Alltag

Platz für gemeinsame Mahlzeiten und für die Hausaufgaben der Kinder.

Eigenes Bad in jeder Einheit
Badezimmer

Eigenes Bad in jeder Einheit

Dusche, WC und Waschbecken — keine geteilten Sanitäranlagen.

Off-White Sand Beige Holz, geölt Grüner Akzent Schwarz, Leuchten

Innenraum-Visualisierungen aus der Vorentwurfsplanung. Gestaltungskonzept „Light & Timeless".

Der Träger

HRGarden GmbH

Die HRGarden GmbH ist ein sozial ausgerichteter Träger für kurzfristige, ordnungsrechtliche Unterbringung nach dem ASOG Berlin. Keine dauerhafte Vermietung, sondern eine vorübergehende Schutzmaßnahme mit klarem Betreuungsansatz.

Über zwölf Jahre Erfahrung in Entwicklung und Betrieb von Wohnraum, darunter Angebote für Menschen mit besonderem Bedarf 2022 und 2023. Der Verbund mit der Eigentümergesellschaft erlaubt es, Objekte selbst zu entwickeln und ohne Umwege in Betrieb zu nehmen.

Ein großer Teil des Teams besteht aus Frauen in Schlüsselpositionen — weil sich das Konzept an Frauen richtet, sind diese Perspektiven auch in der eigenen Struktur verankert.

Referenzprojekt · Reinickendorf
Vollbelegung am ersten Tag.

Bereits einen Tag nach der offiziellen Aufnahme war unsere Unterkunft für Familien vollständig belegt. Aktuell finden dort Familien Schutz und Begleitung auf dem Weg zurück in ein stabiles Leben. Der Beweis, dass der Ansatz trägt — schnell, verlässlich und menschenwürdig.

über 100
Mitarbeitende im Unternehmensverbund
12 Jahre
Erfahrung in Vermietung und Immobilienentwicklung
1,9 Mio €
investiert in Kauf und Kernsanierung, um den Standard der GStU zu erfüllen
50 %
Frauen in Schlüsselpositionen
100 %
der Einheiten mit eigenem Bad und eigener Küchenzeile
17
Apartments auf zwei Etagen für 24 bis 31 Personen

Die HRGarden GmbH betreibt, die Eigentümergesellschaft entwickelt und finanziert. Im Haus selbst arbeitet ein kleines, spezialisiertes Team.